PfeilRechtsUnten Montag, 31. Dezember 2007

PfeiLRechtsKlein Lautsprecher | Bis morgen bei blog.rbde565.ch

FIA_Abschied_klein

Das wars also jetzt für loner.twoday.net. 505 Tage mit 945 Beiträgen, zahlreichen Kommentaren und vor allem viel Spass am Schreiben. Hier ist von nun an nichts Neues mehr zu finden, nur der Besucherzähler zählt weiter die Klicks, die Wetterprognosen, Webcams und alle anderen interaktiven Inhalte werden weiterhin aktuell gehalten. Natürlich automatisch, wie sonst?

Bleibt nur noch, hier nochmals ein grosses
Dankeschön für die Treue
an all die Leserinnen und Leser auszusprechen. Ohne die entsprechende Leserschaft wäre dieser Blog schon länger im Sand verlaufen.

Deshalb gehts nun weiter auf blog.rbde565.ch.
Klickt euch doch mal rein und lest dort weiter. Schon morgen.

Letzte Statistiken:
Durchschnittliche Besucherzahl pro Tag im Dezember: 103
Durchschnittliche Besucherzahl pro Tag seit Beginn: 50
Durchschnittliche Pageimpressions pro Tag seit Beginn: 100
Am häufigsten gelesener Beitrag: Medienzirkus | Kloten ist ansteckend
Am zweithäufigst gelesener Beitrag: Medienzirkus | Jimi Blue und Trainer Max
Dritter Rang geht an: Medienzirkus | Miss und Mister Teenie
Top Referrer ohne Suchmaschinen und Blogservices:
bahnforum.org (467) / schweizweit.net (126) / onorm.blogspot.com (46)
Beliebteste Suchbegriffe:
nova virus / schlauchtitten / dezembergedicht / sommerhoroskop 2007 / loner / schwindelgefühle / jimi blue

PfeiLRechtsKlein Blinder Gehorsam | Fertig, Schluss (für den Moment)

Hier ist nun erst mal ein provisorischer Abschluss der Kategorie fällig, der aus der Auflösung des Gewinnspiels vom November (Na, klingelts?) besteht. Wenns nicht geklingelt hat, dann schepperts und qualmt es jetzt ein wenig. Es folgt ein Video von und mit mir. Achtung: Mundart, also vielleicht gewisse Leser nicht gut verständlich. Aber was solls, die Bilder sprechen dort bestimmt ihre eigene Sprache. Viel Vergnügen.
Quiz zu Loners Rekrutierung

Gewonnen hat bei dem Spiel metro-m1, als einziger Teilnehmer hat er Anrecht auf Armeeschokolade im Wert von Fr. 9.60. Merkwürdigerweise verzichtete der Gewinner aber auf seinen Preis (Wer weiss, vielleicht wäre da ja no militärischer Dummsinn drin gewesen?) und liess den Gegenwert der Weiterführung von rbde565.ch zukommen. Herzlichen Dank an dieser Stelle für diese noble Geste.

Bleibt zu hoffen, dass bei einem allfälligen Nachfolgegewinnspiel auf blog.rbde565.ch etwas mehr Teilnehmende zu verzeichnen sind. Nun ja. Wäre schön, wenn das Video etwas Anklang findet, denn es ist auch eine Art Metapher für die Verpuffung von Geld bei der Armee. Dies für den Moment, sobald die erste Rechnung für Wehrpflichtersatz eintrudelt, wird der Ärger bestimmt auch blogwirksam verarbeitet. Bis dahin viel Spass. Es folgt heute noch ein Eintrag um Mitternacht zum Abschied von diesem Blog.

PfeiLRechtsKlein Lautsprecher | Loners Jahresrückblick 2007

Hier die besten / kuriosesten / meistkommentierten Artikel von Januar bis Dezember 2007. Ein kleiner Abriss über die Dinge, welche mich im vergangenen Jahr beschäftigt haben...

Januar
01.01. | Start ins Jahr 2007 | Halt einfach so, wies sein muss.
02.01. | Wochentagfrage | Schon vor einem Jahr war der Dienstag kein Dienstag.
13.01. | 19 Jahre Loner | Tja, Geburtstag musste auch mal sein.
23.01. | Blitzeis auf der Strasse | Und ich musste noch raus...

Februar
05.02. | Pass. | Das bestandene First Certificate in English. Mit Grade A natürlich!
13.02. | Tief durchatmen | Fazit nach einem Abend Entspannungstherapie.
19.02. | Loner fährt Fortd | Die erste Fahrstunde.

März
09.03. | Zora hört (nicht) auf | Die heute-Bloggerin nervt weiter.
14.03. | Einfach mal dreifach | Über eine Fahrzeugstörung zwischen Worb und Gümligen.

April
01.04. | 01. April 2007 | Fast ein Aprilscherz.
02.04. | Eggiwil - die öde, blöde Ortschaft | Aus der Heimat der Monoaugenbraue.
23.04. | Sommer im April | Nicht mein Ding.

Mai
02.05. | Auto aus | Da war erst mal Schluss mit selbst rumheizen.
07.05. | Durchfallen, Teil 1 | Wars halt nichts mit dem Lappen im ersten Anlauf.
08.05. | Ein schlimmer Tag mehr | Nach der Blögsäuberung...
17.05. | Nina ist da | Und mit ihr noch zwei weitere Katzenmädchen.
23.05. | Gesellschaftliche Änderungen | Abwesenheit am Bahnhof und neue Gewohnheiten.

Juni
04.06. | Duzende Planschkühe | Wie man ganz sicher keine Spenden einheimst.
12.06. | Zweiter Misserfolg | Man rasselt halt gerne mehrfach durch Prüfungen.
30.06. | Rekapitulation eines Kopfschmerzmittels | Aspirin halt...

Juli
06.07. | Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn-Politik | Das JA!-Unwort des Jahres.
11.07. | Mobilität wiedererlangt | Die bestandene Führerscheinprüfung.
20.07. | Ganz schön hinterhältig | Loner und Strassenarbeiter - immer ein Foto wert.

August
07.08. | "Ich hasse Isabelle Augustin, weil..." | Der Serienstart. Heute zu Ende.
12.08. | Ein Jahr loner.twoday.net | Mit Ansprache aus der Plastiktüte.
25.08. | Krank nach Glück | Nach der Railvox-Nacht wurde gleich mal gekränkelt.
29.08. | Es stinkt! | Und zwar in Graubünden, wo Renzo eine Schweinezucht hat(te).

September
05.09. | Loner wird schneller | Über mein neues Auto.
18.09. | Über gefrorene Scheiben | Der meistkommentierte Beitrag.
19.09. | http://loner.twoday.net/stories/4274140 | Eine Gratiszeitung mehr.
27.09. | Post von der Armee | Der Marschbefehl des Grauens trifft ein.
28.09. | Parkuhr-Ärger | Die Schilderanbringung würde ich nochmals überdenken.

Oktober
07.10. | Der Tag danach | Kritik nach den Krawallen in Bern.
14.10. | Daily Blogging | Jubiläum für tägliche Einträge mit Erwähnung im heute.
20.10. | Der Winter klopft an | Und er liess was Weisses da.
22.10. | National- und Ständeratswahlen 2007 | Was so lief am Wochenende.
27.10. | Kriegsspielchen im Jura | CO2-unneutrales internationales Pfadilager.

November
06.11. | Der Abschluss der Gratisparkplatz-Geschichte | Unerfreuliches aus Trubschachen.
09.11. | Kotziges Kloten | Im Militär hats das Noro-Virus besonders leicht.
Nebenbei ist dieser Beitrag der meistbesuchte auf loner.twoday.net. Weil alle nach dem Nova-Virus suchen.
10.11. | Vokuhila-Seuche in der Schweiz | Mister Teenie hats auch.
13.11. | Rekrutierungstag 1 von 1 | Loner endlich ohne Armee.
18.11. | Keckeis' Eigenlobhudelei | Oder wie man gekonnt abzischt.
24.11. | Massnahmen gegen die Kommentarmafia | Weil hier Ordnung zu herrschen hat.
26.11. | Tschüss, Punkt CH | Und weg war die Comedy.

Dezember
09.12. | Fahrplanwechsel beim öffentlichen Verkehr | Und das Ende für den Lötschberg-Regio.
18.12. | Tag der Betriebsstörung in Bern | Ich war mittendrin.
22.12. | Die höchste Bewertung bei "Knall auf Schall" | Für Monrose - What You Don't Know.
26.12. | 500 Tage loner.twoday.net | Das letzte Jubiläum - Mit Ausblick auf rbde565.ch.

PfeiLRechtsKlein Wie immer | Das Problem an Feiertagen

Genau, Feiertage sind problematisch, denn spätestens nach dem zweiten innerhalb einer arbeitsfreien Periode knallts mich endgültig raus aus dem Wochentagrhythmus. Dass heute Montag ist, wäre wohl das Letzte, was mir einen Sinn machen würde. Nun ja, seis drum, erst am Donnerstag muss ich wieder sattelfest sein mit den Wochentagen...

PfeilRechtsUnten Sonntag, 30. Dezember 2007

PfeiLRechtsKlein Medienzirkus | Wünsch dir was

Kurz vorm Wechsel ins neue Jahr (und zum neuen Blog) gibts ein kleines Wunschkonzert. Mehr oder weniger wichtige (Cervelat-)Prominenz werden von mir symbolisch und virtuell beschenkt, mit Dingen, welche fürs kommende Jahr praktisch sein könnten. Ob für Alltag, Karriere oder was auch immer, hier gibts für alle was, die sichs verdient haben - wie auch immer.

Renzo BlumenthalRenzo Blumenthal |
Ex-Mister Schweiz und Biobauer
Renzo bekommt von mir einen Sprachkurs, damit er sich endlich zumindest in Mundart auch so artikulieren kann, damit ihm zu folgen ist und nicht ein undefinierbarer Wörterbrei zum Mund rausgequollen kommt. Gerade am Freitag bei "SF bi de Lüt - Landfrauenküche" hat der offenbar immer noch gefragte Schönling das Emmental mit seiner Anwesenheit belastet beehrt. Zudem würde ein Downgrade bei der Mediengeilheit nicht schaden, denn andernfalls muss ich mir ständig neue Frechheiten gegenüber dem Herrn ausdenken, welcher letztes Jahr den Glücksspielern Bahrbraaise auftischen wollte. Wohl bekomms!

Eveline Widmer-SchlumpfEveline Widmer-Schlumpf |
Bundesrätin ab übermorgen, Nachfolgerin von Christoph Blocher
Der zukünftigen Frau Bundesrätin Schlumpf überreiche ich einen Kamm und eine Gesichtscreme, damit sie bei ihrem Amtsantritt etwas weniger gestresst aussieht. Es passt zu einer sachlichen Person, doch etwas weniger gerötete Augen und etwas mehr Ordnung in der Frisur wäre nett. Ausserdem sende ich ihr einen Paravent, damit sie sich etwas abschotten kann, denn die Frau wirds wohl nicht leicht haben zu Beginn. Zur Abrundung des Pakets noch einen SVP-Sticker, dass die von Blochers Abwahl halb erblindeten Schweizerinnen und Schweizer endlich sehen, dass Frau Schlumpf auch eine SVP-Politikerin ist. Und als Extra einen Wunsch, nämlich viel Erfolg, denn eine Frau mehr im Bundesrat schadet nicht.

Christophe KeckeisChristophe Keckeis |
Ab übermorgen (endlich) ehemaliger Chef der Schweizer Armee
Dem Stöffel schenke ich symbolisch eine weisse Flagge, damit er auch mal sieht, wie Frieden eigentlich aussehen könnte. Der profilierungssüchtige oberste Grüne der Armee verdiente sich sogar einen Abgesang in Form eines Buches, welches zum Glück im letzten Moment nicht durch den Steuerzahler berappt werden musste. Deshalb erhält Keckeis ein von mir gewidmetes Exemplar dieses Buches, so dass er auch im Ruhestand weiterhin in der Vergangenheit schwelgen kann, wenn er sich nicht gerade vor dem unbekannten Feind verstecken muss. Der ist schliesslich da, und wenn er mal über den Bodensee geschwommen kommt, kann sich Keckeis mit dem Tarnfarben-Tarnumhang, den ich ihm ebenfalls zugehen lasse, in Kreuzlingen aufstellen und dem Unbekannten die lange Nase machen. Als Letztes erhält der Christophe noch einen lieben Gruss in Form einer Kopie meiner Arztrechnung; Kosten, welche ich ohne seinen Verein nicht tragen hätte müssen.

Ingrid DeltenreIngrid Deltenre |
Bisherige und weitere Fernsehdirektorin des Schweizer Schlafmittels Fernsehens
Frau Deltenre bekommt von mir eine Fernsteuerung ohne Batterien. Dies deshalb, weil man beim Konsumieren des Schnarchprogramms aus Leutschenbach ZH ein Gefühl bekommt, dass es in der Schweiz keine Unterhaltung mehr gibt. Bei den wenigen Highlights im Programm ist man entweder nicht am Gerät oder - wahrscheinlicher - eingeschlafen. Als zusätzliches Geschenk erhält die Ingrid ein paar Gutscheine für Deutschkurse der Migros Klubschule. Urs Gredig hat hier noch enormen Nachholbedarf, was allerdings in Zürich niemanden stört, schliesslich gehört der Akzent dort zum guten Ton. Und last but not least gibts für die Deltenre eine Portion Instant-Mut (Pulver zum Anrühren in lauwarmem Wasser), damit etwas Innovation ins SF-Programm einfliesst. Nicht immer nur Formate kopieren, auch mal etwas wagen oder Erfolgreiches behalten, auch wenns althergedient scheint.

Isabelle AugustinIsabelle Augustin |
Zögerlich eingesetzte Sperrstundensirene Ansagenstimme der SBB
Isabelle hat letztes Jahr bei loner.twoday.net nicht gerade viel positive Kritik ernten können. Es gab eine Serie, was ich alles an ihr nicht mag und vor Kurzem auch noch was unter dem Titel Ein Herz für Isabelle, was allerdings nicht grosse Wellen geschlagen hat. Deshalb erhält die Augustin von mir guten Zuspruch, dass sie noch Potenzial nach oben hat. Zudem schenke ich ihr ein Schild mit dem Aufdruck "Ich bin nicht schuld, die Hörbehinderten wollten es so", denn in den Zügen der SBB klingt ihr Ansagengesäusel schon massiv weniger schlimm als am Bahnhof. Als kleines Extra ein Buch über richtige Intonation an Satzenden und eine Tageskarte des Züricher Verkehrsverbundes ZVV, damit sie noch lange dort rumlungert und nicht auf die Idee kommt, ins Dispras von Bern einzuschlagen.

Das wär die kleine Gabenserie fürs Jahresende gewesen. Möglicherweise kommt etwas wirklich an, es wäre jedenfalls erfreulich. Und morgen das grosse Abschlussfeuerwerk an Abschlussthemen, welche abschliessend den Schluss in diesem Blog definitiv einläuten. Oder kurz: Das Ende bei loner.twoday.net. Mit der Auflösung eines Gewinnspiels, einem Video und einem Jahresrückblick. Toll, was? Und wehe, da schaut niemand rein.

PfeilRechtsUnten Samstag, 29. Dezember 2007

PfeiLRechtsKlein Medienzirkus | Britischer Import-Dummfug

Das Wallis - Hort der hohen Berge und tiefen Täler. Dort gibt es ruhige Fleckchen, viel Sonne, aber auch Städtchen, wo das Leben pulsiert. Und natürlich High Society. Ein ganz anderes Bild bietet sich zur Zeit um den Skisportort Verbier, Männer mit nacktem Oberkörper kennen offenbar keine Hemmungen mehr. Wie sollte es anders sein, es sind Menschen mit verteidigungstechnischem Hintergrund. Es folgt ein Artikel aus dem Blick von heute:

Johlende Marinesoldaten in VerbierHochgebirgsausbildung, überlebenswichtig für den Einsatz in Afghanistan. Statt T wie Taliban heisst es hier aber T wie Tequila. Nahkampf üben die Après-Ski-Helden schon mal in der Bar. Greifen weiblichen Gästen schamlos unter den Pulli, beissen ihnen in den Hals. Wollen ohne Rücksicht auf Verluste knutschen. Das finden zwar die halbnackten britischen Soldaten lustig. Ihre Vorgesetzten aber nicht. «Die Royal Navy erwartet von ihren Soldaten, dass sie sich jederzeit angemessen verhalten. Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst. Genauere Untersuchungen folgen», erklärt ein Armee-Sprecher. [...]
Der Barkeeper, der Engländer Jack Davison (27), zeigt ein Kondom, auf dem als Werbung der Name der Bar und sein Konterfei prangen. Drunter steht der Spruch: «When you’re on your back, think of Jack» (Wenn du auf dem Rücken liegst, denk an Jack). Okay, ist klar, worum es hier geht: Saufen und Sex, in dieser Reihenfolge. Die Leute bestellen Bier nicht in Pint-Grösse (5,7dl) wie in England. Hier ordert man gleich 5-Pint-Kübel (2,85l) und trinkt direkt daraus. [...] Auf dem Weg zum Klo – es ist fast kein Durchkommen – sagt ein Bursche, der ungefähr 15-jährig ausieht: «You got a boyfriend? I wanna have sex with you.» | Quelle Text und Illustration:
Blick


Britische Militärs trainieren in der Schweiz und treiben ihr Unwesen. Irgendwie kennt man das vom Swiss Raid Commando, welches den Jura mit Lärm und Abgasen belastet, hier hats bloss noch andere Ausmasse. Man kennts von den Engländern, sie sind schliesslich auch bei Fussballspielen laut und aufdringlich. Training in der Schweiz soll schliesslich gut sein, weil man hier von der Topographie ähnliche Bedingungen wie in Afghanistan vorfindet. 2002 wurden erste solche Machenschaften bekannt, das Verteidigungsdepartement VBS gab sich überrascht. Möglicherweise deshalb, weil man sich nicht für sowas verantwortlich machen wollte, schliesslich veranstalten Schweizer Armeeangehörige genug Blödsinn. Trotzdem musste eine rechtliche Grundlage für die Spielchen im Wallis her, die wurde selbstverständlich kurz und knackig erteilt, obwohl die Briten bekanntgaben, dass die vermeintlichen Sportlerferien einen verteidigungstechnischen Hintergrund hätten.

Ist mal wieder typisch, doch was erwartet man sonst schon von Armeeangehörigen - egal ob Schweizerische oder Britische - ausser Ungehorsam ausserhalb der Drillzeiten. Nun ja, glücklichweise muss ich mich nicht mit solchem Blödsinn befassen. Bleibt nur zu hoffen, dass solche Kreise sich nie in meine Nähe begeben, des guten Geschmacks und der Nerven wegen. Militär - überall auf der Welt gleich dämlich. Doch irgendwo muss das Kind im Mann Gassi geführt werden, warum also nicht in der schönen Schweiz?

PfeilRechtsUnten Freitag, 28. Dezember 2007

PfeiLRechtsKlein Medienzirkus | Knackpo mit Kaffee?

Ja, es geht. Frauen jubeln, Männer auch - Cellulite ade? Möglicherweise, wenn brasilianische Forscher ihre Thesen auch wirklich beweisen können. Der dunkle Trunk soll zwar nicht gegen Cellulite helfen, doch Fett seit geschmolzen. Doch zu den Fakten dieser Koffeincreme jetzt, die finden sich auf heute-online.ch:

Koffein für die schlanke Linie
Die brasilianischen Forscher mischten eine Körpercreme mit sieben Prozent Koffein. Die eigentlich als Anti-Cellulite-Lotion entworfene Substanz wurde an insgesamt 99 Frauen in Rio getestet. Sie [die weiblichen Testpersonen; Anm. d. Bloggers] rieben sich einen Monat lang jeweils zwei Mal am Tag damit ein. Am Ende der Eincreme-Phase nahmen die Wissenschaftler mit einem neuartigen Untersuchungsverfahren die Haut der Testpersonen unter die Lupe. Detaillierte Bilder der Haut verrieten Dichte und Durchmesser der Zellhohlräume und Hautzellen. Mit einem Scanner erfassten die Forscher auch die Mikrozirkulation im Fettgewebe der Frauen. [...]
Das Ergebnis nach 30 Tagen Koffeincreme-Kur: Die Dichte und Durchmesser der Zellhohlräume sowie die Zirkulation im Fettgewebe und damit die Ausprägung der Orangenhaut hatten sich kaum verändert. Doch überraschenderweise wurde bei mehr als 80 Prozent der Frauen eine deutliche Reduktion im Oberschenkelumfang gemessen. Der Hüftumfang schmolz bei immerhin zwei Dritteln der Probandinnen ebenfalls. Dabei spielten die weiteren möglichen Einflussfaktoren Alkohol, Nikotin oder sportliche Aktivität keine Rolle, berichten die Wissenschaftler. Ihre Folgerung: Die Creme wirke als Schlankheitskur, völlig unabhängig davon, ob die Frauen in der Zeit Sport treiben, rauchen oder trinken.


Tja. Koffein gegen Fett an Schenkeln und um die Hüfte? Prima, besonders jetzt gerade nach Weihnachten, wo wohl nicht wenige ein paar Gramm zugenommen haben dürften. Also ab nach Brasilien reisen und dort sieben Prozent Koffein in der Creme abholen, sich damit einreiben und aloha Knackarsch? Ich weiss ja nicht. In dreissig Tagen soll das funktionieren. Signifikante Unterschiede - wie es der oben verlinkte Artikel auch noch aussagt - klingen ein wenig sehr relativ. Was ist schon signifikant? Je nach bestehendem Umfang kann schon beim Eincremen mit der Plörre ein solcher Kalorienverbrauch entstehen, dass das Fett nur so schmilzt. Was ich auch schon gehört habe: durch Reibung entsteht Wärme. Wärme lässt Fett auch schmelzen, vielleicht reicht es also auch, wenn man sich mit einer Creme seines Vertrauens einreibt. Und warum werden Männer hier nicht erwähnt? Emanzipation nennt sich das wohl, so dass die Herren der Schöpfung weiterhin ihr Bindegewebe ohne Hilfe von Espresso und Co. in Form trainieren. Nun ja, es wird wohl ein Mysterium bleiben - ob mit Alkohol- Nikotin oder demjenigen Konsum, den ich hier vermittle: Billige Recherche, um eine Gratiszeitung auszufüllen. Prost, heute. Auf zahlreiche neue unglaubliche Stories im neuen Jahr.

PfeilRechtsUnten Donnerstag, 27. Dezember 2007

PfeiLRechtsKlein Medienzirkus | Deutschland: Galaktisch gute Abzocke

Im Baden-Württembergischen Ludwigsburg wird Fernsehen produziert. Fernsehen, welches als Regionalprogramm mit regionalen Inhalten startete. Auf B.TV wurden zu Beginn nur terrestrisch und über Kabel, ab 2000 dann auch über den Astra-Satelliten Regionalnachrichten, Unterhaltungsshows, Serien und sogar Spielfilme gezeigt. Im Juli 2002 wurde Insolvenz angemeldet, kurz darauf übernahm der durch Telekontor bekannt gewordene Thomas Hornauer die Sendelizenz. Telekontor bot Erotikinhalte als Videos und Hotlines, dies nur so zur Vervollständigung.

Mit der Umbenennung des Senders in BTV4U sollte eine Verjüngung stattfinden, das Programm wurde drastisch umgekrempelt. Esoterische Anrufsendungen und Telefon-Glücksspiele bildeten fortan den Hauptinhalt des Senders, welcher arg Schlagseite hatte. Mit solchem Programm war die Landesanstalt für Kommunikation etwas zurückhaltend beim Erneuern der Sendelizenz. Der Geschäftsführer stellte dafür kurzzeitig Nachrichtenpersonal ein, welches nach dem erfolgreichen Erneuern sofort wieder freigestellt wurde. Esoterische Inhalte gewannen anschliessend immer weiter an Sendezeit. Drei Monate später, im Mai 2004 wurde die Sendelizenz dem Sender entzogen - namentlich wegen fehlendem Jugendschutz und dem starken Einfluss Hornauers auf die Redaktion. Nicht zuletzt wurden auch an Sekten erinnernde Zustände in der Unternehmung angeschwärzt, was allerdings zu beweisen wäre. Silvester 2004 war Sendeschluss bei BTV4U.

Aus BTV4U wurden fresh4u und primetime.tv. Esoterik war nunmehr der allergrösste Bestandteil des Programms, für welches keine Sendelizenz mehr zu bekommen war. Angestrebte Liveberatungen durch Hellseher und Konsorten durften somit nicht gezeigt werden. Der Weg nach Österreich stand aber noch offen. Mit Kanal Telemedial kommt Hornauer zurück in die Medienlandschaft - und wie. 24 Stunden ist dieser Sender jetzt über Astra digital zu sehen. Jeweils etwa ein Drittel am Tag werden Liveberatungen gesendet. Besonders pikant: Nach dem Sendeschluss auf dem deutschen Kindersender KI.KA um 21.00 Uhr wird bei Astra analog auf Kanal Telemedial umgeschaltet. Kinder und Jugendliche können also ohne Weiteres in den Bann der Abzockerei am Telefon gezogen werden.

Doch seit Kurzem gibt es bei Kanal Telemedial (ja, manchmal bleibe ich beim abendlichen Zappen dort hängen und schau mir das Trauerspiel an) merkwürdige Machenschaften. Im Dezember wurden die Stunden von 21 bis 23 Uhr genutzt, um ein Novum namens Energieausgleich anzupreisen. Durch den Energieausgleich können Zuschauer, denen der Sender geholfen hat, ihre finanzielle Dankbarkeit zeigen. Einige Berater sassen an einem orangen Tisch und führten absurde Rituale durch, die Energieströmungen hervorheben sollten oder sowas in der Art. Kanal Telemedial preist diesen Ausgleich folgendermassen an:
Hat die Energie unserer Dienstleistung Ihr Leben positiv verändert? Haben Sie wertvolle Informationen für die Gestaltung Ihrer Existenz angenommen? Fühlen Sie sich durch unseren Service bereichert? Haben Sie spirituelle Inspirationen erhalten? Dann drücken auch Sie Ihr Vertrauen in die Qualität unseres Telemedial-Konzeptes aus - durch Energieausgleich. Powern Sie uns an! Bewegen Sie! Beteiligen Sie sich an der Entwicklung des Kanals zum einzigartigen Fernsehsender, der professionellen Mehrwert anbietet.

Über diverse Telefonnummern oder direkt via Überweisung kann man Energie an Hornauers Clique senden:
Deutschland o9oo 500 8000 (€ 30.00/Anruf - die Nullen bei der Vorwahl wurden absichtlich ersetzt, damit niemand dort anruft [Anm. d. Bloggers])
Die Schweiz hat sogar zwei Möglichkeiten. Eine Nummer kostet pro Anruf astronomische astrologische Fr. 50.00, die andere Fr. 17.00.
Ich musste mich wahrhaftig selbst straucheln lassen, damit ich nicht zum Telefon griff und die Energie ausglich, welche ich über meine Augen und Ohren beim minutenlangen Betrachten dieses Gewäschs erster Güteklasse aufgenommen habe. Zum Glück sind aber diese Mehrwertnummern gesperrt.

Wer trotzdem helfen möchte, kann sich bei diesem Link reinklicken und Geld loswerden.
Horny Hornauer. Vom Stöhn-TV-Mogul zum gewieften Geschäftsmann?
Die Stuttgarter Zeitung widmete dem komischen Kauz einen ausführlichen Artikel.
Mehr zu Kanal Telemedial mit Anschauungsbeispielen gibts auch bei Youtube.

Sollte ich bei meinem Blog auch einen Balken mit "Mehrwert-Web 2.0" einfügen und anschliessend Gebühren fürs Lesen verlangen? Kanal Telemedial machts vor - und vielleicht bald nichts mehr, denn für mich ist diese Übung wohl der letzte Kampf ums Überleben, denn Fernsehen zu produzieren ist nicht gratis. Oder aber es verbirgt sich eine wirklich dummdreiste Abzocke dahinter - auch wahrscheinlich.

PfeilRechtsUnten Mittwoch, 26. Dezember 2007

PfeiLRechtsKlein Lautsprecher | 500 Tage

Jetzt gibts loner.twoday.net also schon seit 500 Tagen. Mittlerweile hat sich auch ziemlich viel Thematik angesammelt in den verschiedenen Kategorien. Trotzdem werde ich diesmal nicht mit Statistik rumnerven, das kommt erst am 31. Dezember 2007, weil dann schliesslich hier der letzte Beitrag geschrieben wird (aber keine Angst, unpassende Kommentare werden immer noch gelöscht!). Doch was schreibt man zu einem solchen Jubiläum? Gedankt habe ich ja eigentlich erst gerade für die zahlreichen Klicks, also wird auch dies auf Ende Jahr verschoben. Deshalb gibts hier jetzt einmal einen kleinen Ausblick auf meine neue Internetpräsenz, welche nicht mehr nur aus einem Weblog, sondern auch aus zusätzlichen Inhalten bestehen wird. Los gehts.

rbde565.ch - die Startseite
Bei www.rbde565.ch werden die verschiedenen Inhalte aufgelistet, sozusagen eine Startseite, welche für die Feinverteilung genutzt wird. Momentan ist dort noch die Ausgeburt der Hässlichkeit zu sehen, diese muss aber noch bis Ende Jahr ersetzt werden. Rumwerkeln geht ja später auch noch

blog.rbde565.ch - Loners Nachfolgepostille
In bisher gewohnter Manier wird bei blog.rbde565.ch weitergeschrieben. Die Kategorien bleiben erhalten, die statischen Seiten sind endlich wirklich statisch und nicht einfach bei einem gut merkbaren Datumslink untergebracht. Eine Tagcloud zeigt die Themen, welche mich beschäftigen, natürlich gehören auf RSS-Feeds dazu. Möglicherweise wirds im Verlauf des Betriebs einen Werbebanner geben, denn neuerdings ist meine Internetpräsenz schliesslich nicht mehr gratis, auch wenn mich das Hosting und die Domain nicht gerade in den Ruin treiben. Möglicherweise komme ich aber auch ohne Werbung aus, was sich noch weisen muss. Selbstverständlich bin ich auch im neuen Blog weiterhin an Meinungen der Leserinnen und Leser interessiert, also schön weiterkommentieren. Möglicherweise wirds wieder kleine Gewinnspiele geben, auch wenn der letzte Versuch hier eher kläglich scheiterte.

durchsagen.rbde565.ch - Für ein wenig Bahnfeeling am Computer
In den vergangenen Jahren haben sich in meinem lokalen Archiv verschiedenste Durchsagen aus Bahn, Bus und Tram angehäuft. Natürlich stand ich zwischendurch auch mit dem MP3-Recorder am Bahnhof und zeichnete dort die Klänge aus den Lautsprechern auf. Nach und nach wird also bei durchsagen.rbde565.ch ein Verzeichnis von selbst aufgezeichneten Durchsagen des öffentlichen Verkehrs aufgebaut, welche auch dann noch die ehemalige SBB-Stimme beinhalten wird, wenn sie schon lange durch Isabelle Augustin verdrängt wurde.

spray.rbde565.ch - Vandalismus aufgelistet
Leider gehört Vandalismus mittlerweile zur Tagesordnung in unserer Gesellschaft. Seit 2005 führe ich daher über die RBDe 565-Flotte der BLS (später wurde die Liste durch die neu gebauten Jumbo-Niederflurzwischenwagen und die neuen Niederflur-Nahverkehrszüge NINA ergänzt) Statistik, welche Fahrzeuge versprayt oder getaggt (mit den kryptischen Erkennungszeichen der Sprayer versehen) sind. Diese Liste ist nun öffentlich zugänglich und soll eine Art Mini-Benchmarking zur 3S-Strategie (Sicherheit, Sauberkeit, Service) der Bahn sein.

to be continued
Mit dem Hosting bei hoststar habe ich noch viele weitere Möglichkeiten, andere Projekte laufen zu lassen. Informationen werden zu gegebener Zeit bei rbde565.ch aufgetischt.

So, das wärs fürs Erste mal gewesen an Eigenwerbung. Für Feedbacks bin ich natürlich immer offen!

PfeilRechtsUnten Dienstag, 25. Dezember 2007

PfeiLRechtsKlein Knall auf Schall | Jimi Blue - All Alone

Interpret: Jimi Blue Ochsenfrosch Ochsenknecht
Titel: All Alone
Album: Mission Blue
Veröffentlichung: 11. Januar 2008

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Nach Timberlake muss auch Eminem dran glauben
Über den "Sänger" - aus Wikipedia
Jimi Blue Ochsenknecht (geboren 27. Dezember 1991 in München) ist ein deutscher Schauspieler. Er ist der Sohn des Schauspielers Uwe Ochsenknecht und der Schauspielerin Natascha Ochsenknecht. Er hat zwei Geschwister: Wilson Ochsenknecht, der ebenfalls Schauspieler ist, und eine Schwester. Ochsenknecht wohnt in Grünwald und besucht eine Waldorfschule. Im Juli 2007 schrieb er seinen qualifizierenden Hauptschulabschluss. Darüber hinaus versucht er sich seit dem Jahr 2007 als Sänger. Am 16. November 2007 trat er erstmals öffentlich bei The Dome 44 in Graz auf.

Nun ja, es geht wirklich noch peinlicher als bei seinem Debüt namens "I'm lovin' (Little Red Hot Pants)". Nachdem der Herr Ochsenknecht sich dort bereits die Herzen zahlreicher deutscher Teenies erobert hat, ja sogar solcher Mädchen, die noch nicht mal zehn Jahre jung sind, gehts jetzt weiter. Das erste Video, hier zu sehen, war geprägt von nachahmender Gestik, abgeschaut bei einem gewissen Justin Timberlake. Nun, da die erwirtschaftete Kohle bereits verprasst ist, muss wieder neues Geld in den Ochsenknechtschen Familienhaushalt reingepumpt werden, also hat Jimi wieder was zu quäken bekommen und musste dafür sogar in die Vereinigten Staaten, nach New York, ausgeflogen werden. Ob dort billiger produziert werden konnte als in Deutschland, lässt sich nur erahnen, jedenfalls schliesst die neue Single an die dillettantischen Eskapaden des Vorgängers an. Jimis Texte sind in den paar Monaten seit I'm Lovin... nicht gerade reifer geworden, er singt gibt etwas von einer davongelaufenen Freundin, die er als Homie bezeichnet, von sich. Nun aber etwas sachlicher: Der Beat ist penetrant, die Stimme dünn und wohl auch elektronisch etwas beschönigt worden. Insgesamt auch mit dem einfallslosen Video eine absolute Faust aufs musikalische Auge, welche hoffentlich ganz bald wieder versenkt wird. Doch so lange Papa Uwe Ochsenknecht noch Kohle hat, wird weiterhin für Jimi gekreischt. So ist das Musikbusiness ... oder einfach, wies bei Amazon rezensiert wurde: Trotz meiner Negativkritik glaube ich, dass der Song erfolgreich wird. Jimi hat viele Fans und das wird ihm helfen... Liebe macht halt nicht nur blind sondern auch taub... Oder ganz anders, wie Rani schreibt: Hi Jimi, ich bin absoluter Fan und komm mal nach Hambur und lass uns chillen und züngeln, bin 12, nichts geht über züngeln mit dir Jimi. Anmerkung des Bloggers: Letzterer Kommentar wurde von der CapsLock-Sperre befreit und mit Satzzeichen ausgestattet. Die ganze, unbeschönigte Diskussion gibts bei Magistrix unterhalb der Lyrics.

Loner-Skala: 2.5 von 100 PunktenAuch hier gilt: Wenn die Ohren nicht zu bluten beginnen, gibts keine Null. Aber es ist schon nah dran. Alles in allem ein wohl sehr lukrativer Track, welcher die kaufstarke Schicht von 0 bis 13-Jährigen zu beeindrucken vermag.
PS: Ich freue mich auf zahlreiche Morddrohungen und andere unterbelichtete Kommentare.

PfeilRechtsUnten Montag, 24. Dezember 2007

PfeiLRechtsKlein Familienbande | Heiligabend gehört abgeschafft.

So isses. Punkt! Nochmal mach ich diese Show nicht mehr mit und somit müsste nächstes Jahr also Weihnachten im Zug gefeiert werden. Kann ja auch ganz nett sein. Dies zur Lage der Nation.

PfeiLRechtsKlein Lautsprecher | Frohe Weihnachten

Zum Einläuten der letzten sieben Tage auf loner.twoday.net mache ich mir selbst ein Geschenk, nachdem ich in den letzten Wochen jeden Tag der Leserschaft ein kleines Geschenk aus meinem Railvox-Archiv gemacht habe. Der Adventskalender ist nun also ganz geöffnet und bleibt noch bis zum 31.12.2007 stehen.

Mein Geschenk an mich ist ein ultrakurzer Eintrag, welcher dafür mit einer hoffentlich belustigenden Weihnachtsgeschichte ausgestattet ist. Hier nun also ein Ausschnitt aus "Frohe Weihnachten mit Bastian und Anke", dem Weihnachtsspecial, welches letzte Woche auf Sat.1 lief. Die Weihnachtsgeschichte, nachgestellt mit einigen aktuelleren Charakteren in Form von Moderatoren diverser RTL-Eigenproduktionen.



Viel Spass dabei, an dieser Stelle ein herzlicher Dank auch an meine Leserinnen und Leser, welche mir diesen Monat den 20'000 Klick schenkten. In der letzten Woche gibts hier einen bunten Mix von Rückblick, Ausblick und Aktualität. Fröhliche Weihnachten wünscht
loner

PfeilRechtsUnten Sonntag, 23. Dezember 2007

PfeiLRechtsKlein Medienzirkus | Der Armee ist nichts heilig

Jetzt ist sie da, die Weihnachtszeit (auch wenn bei mir immer noch keine entsprechende Stimmung da ist), somit auch die Besinnlichkeit, bei der viele Menschen gerne Ruhe und Frieden haben. Ruhe und Frieden, vom Abend des 24. bis zum 26. Dezember, weil ja schliesslich auch zwei Feiertage in dieser Zeitspanne liegen.

Der 26. Dezember, gemeinhin als Stephanstag oder zweiter Weihnachtstag bezeichnet, soll an das Martyrium des Heiligen Stephanus erinnern. Jedenfalls ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag und sollte eigentlich auch als solcher behandelt werden. Da allerdings unsere Schweizer Armee sich gerne etwas über geltende Gesetze stellt, kann sie auch am Stephanstag ihrer Profilierungssucht nachgehen. So wie dieses Jahr im Bernischen Huttwil, welches diesen Sommer durch die Unwetter stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Bevölkerungsnähe anlässlich der nachfolgenden Aufräumarbeiten soll in Huttwil zelebriert werden, und das selbstverständlich genau an dem Tag, welchen die Armee für gut befindet.

So werden sich am Mittwoch 80 Panzerfahrzeuge mit einer zehnfachen Anzahl an Armeeangehörigen, darin 80 Führungskräfte inbegriffen, ihren Weg durch das idyllische Städchen nahe des katholischen Kantons Luzern bahnen. "Lediglich eine halbe Stunde" soll die Prozession ab 13.30 Uhr dauern. «Der Stephanstag war der einzig mögliche Termin für ein Defilee», erklärt Oberstleutnant Simon Eugster. «Es ist ein Glücksfall, dass Huttwil trotzdem zugesagt hat», freut er sich. - so schreibt espace.ch beim Beitrag über diesen Ausdruck von Stumpfsinn. Der Huttwiler Pfarrer Simon Jenny ärgert sich indes nicht, er sei aber schon ein wenig erstaunt. Toll! Keine Spur von Widerstand gegen diese unsägliche Machtdemonstration vom grünen Verein. Weiter schreibt espace.ch: Bedenken wegen des Datums hat Hansjörg Muralt [Gemeinderat von Huttwil, Anm. d. Bloggers] keine: «Es ist eine Frage der Einstellung. Wer ohnehin gegen das Militär ist, ärgert sich natürlich über das Defilee. Alle anderen werden zuschauen und sich freuen.» Jürg Eschbach, Pfarrer der Evangelisch-methodistischen Kirche Huttwil, meint hingegen: «Ganz abgesehen davon, ob man nun die Armee befürwortet oder nicht, finde ich den 26.Dezember kein gutes Datum für einen solchen Anlass.»

Prost und Amen für diese ausserordentliche Frechheit. Der Kritiker siehts ähnlich wie ich, was mich sehr freut.

PfeiLRechtsKlein Familienbande | Was ich nicht gedacht hätte...

Man kann sich ja wirklich über alles Mögliche streiten. Aber über einen Weihnachsbaum? Ist es Gleichbehandlung, wenn ich in meinem Zimmer nicht einmal eine Kerze anzünden darf und man gleichzeitig morgen Abend einen seit Mitte November ums Haus stehenden Weihnachtsbaum (wohlgemerkt getrennt von den Wurzeln) ins Wohnzimmer stellen will und dort gleich 50 Kerzen draufpappt? Ich weiss ja nicht. Aber man darf schliesslich nichts hinterfragen oder gar kontern. Somit steht es in den Sternen, ob ich Heiligabend überhaupt zu Hause verbringe. Schliesslich kann Bahnfahren auch ganz gemütlich sein. Oder so.

Später gibts heute noch was übers Armee-Défilée vom 26. Dezember 2007 (!) in Huttwil.

PfeilRechtsUnten Samstag, 22. Dezember 2007

PfeiLRechtsKlein Knall auf Schall | Monrose - What You Don't Know

Interpret: Monrose
Titel: What You Don't Know
Album: Strictly Physical
Veröffentlichung: 07. Dezember 2007

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Gar nicht typisch für Castingacts
Über die Band (aus Wikipedia):
Monrose ist eine dreiköpfige deutsche Girlgroup. Diese wurde Ende 2006 im Rahmen der fünften Staffel der Castingshow Popstars, die zwischen August und November 2006 im Abendprogramm des deutschen Fernsehsenders ProSieben ausgestrahlt wurde, zusammengestellt. Acht Tage nach dem Finale kam am 1. Dezember 2006 die Debütsingle Shame auf den Markt, die in Zusammenarbeit mit dem Plattenlabel Starwatch Music produziert wurde. Sieben Tage nach der Single folgte das Debütalbum Temptation. Der erste TV-Auftritt nach dem Finale war bei der ProSieben-Sendung Stars auf Eis am 29. November 2006. Bereits bevor sich die erste Single Shame in den deutschen Charts platzieren konnte, brach Monrose einen Verkaufsrekord: Im Bereich der legalen Musikdownloads gab es seit Beginn der Download-Erhebung in Deutschland keinen Titel, der in der ersten Woche nach seinem Erscheinen öfter heruntergeladen wurde als dieser. Mit What You Don't Know fand am 7. Dezember 2007 die dritte Singleauskopplung des zweiten Albums Strictly Physical statt.

Mit der insgesamt fünften Single landen Monrose einen Volltreffer. Die Ballade bringt alle drei Stimmen von Bahar, Mandy und Senna schön zur Geltung und ist für einen Casting-Act nicht gerade typisch. Gerade dadurch vermag die Single allerdings zu überzeugen, so dass in den deutschen Top 100 bereits Platz 6 erreicht wurde. Auch in der Schweiz wurden die Charts geentert und der Single dürfte grosser Erfolg zuzurechnen sein. Doch nicht die Musik allein vermag mich beinahe voll und ganz vom Song zu überzeugen, auch das Musikvideo trägt seinen grossen Teil bei. Die Stimmung ist dunkel, das Thema an sich auch. Eine Beziehung, die durch einen tragischen Unfall beendet wurde. Doch irgendwas ist immer noch davon da, auch wenn kein Kontakt mehr möglich ist... Sie sieht ihn nicht, sie hört ihn nicht - obwohl sie ihn gern bei sich hätte. Insgesamt also ein stimmiges Gesamtpaket - auch wenn zur Perfektion noch ein stimmlicher Ausreisser nach ganz oben fehlt.

Loner-Skala: 95 von 100 PunktenTextlich und gesanglich sehr gelungen, das Video dazu passend. Diese Ballade hat Potenzial zum Hit und bringt Monrose immer näher an den bisher einzigen Popstars-Erfolg: Die No Angels. Gerne noch mehr solche Tracks!

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