Kurz vorm Wechsel ins neue Jahr (und zum neuen Blog) gibts ein kleines Wunschkonzert. Mehr oder weniger wichtige (Cervelat-)Prominenz werden von mir symbolisch und virtuell beschenkt, mit Dingen, welche fürs kommende Jahr praktisch sein könnten. Ob für Alltag, Karriere oder was auch immer, hier gibts für alle was, die sichs verdient haben - wie auch immer.
Renzo Blumenthal |
Ex-Mister Schweiz und Biobauer
Renzo bekommt von mir einen Sprachkurs, damit er sich endlich zumindest in Mundart auch so artikulieren kann, damit ihm zu folgen ist und nicht ein undefinierbarer Wörterbrei zum Mund rausgequollen kommt. Gerade am Freitag bei "SF bi de Lüt - Landfrauenküche" hat der offenbar immer noch gefragte Schönling das Emmental mit seiner Anwesenheit
belastet beehrt. Zudem würde ein Downgrade bei der Mediengeilheit nicht schaden, denn andernfalls muss ich mir ständig neue Frechheiten gegenüber dem Herrn ausdenken, welcher letztes Jahr den Glücksspielern
Bahrbraaise auftischen wollte. Wohl bekomms!
Eveline Widmer-Schlumpf |
Bundesrätin ab übermorgen, Nachfolgerin von Christoph Blocher
Der zukünftigen Frau Bundesrätin Schlumpf überreiche ich einen Kamm und eine Gesichtscreme, damit sie bei ihrem Amtsantritt etwas weniger gestresst aussieht. Es passt zu einer sachlichen Person, doch etwas weniger gerötete Augen und etwas mehr Ordnung in der Frisur wäre nett. Ausserdem sende ich ihr einen Paravent, damit sie sich etwas abschotten kann, denn die Frau wirds wohl nicht leicht haben zu Beginn. Zur Abrundung des Pakets noch einen SVP-Sticker, dass die von Blochers Abwahl halb erblindeten Schweizerinnen und Schweizer endlich sehen, dass Frau Schlumpf auch eine SVP-Politikerin ist. Und als Extra einen Wunsch, nämlich viel Erfolg, denn eine Frau mehr im Bundesrat schadet nicht.
Christophe Keckeis |
Ab übermorgen (endlich) ehemaliger Chef der Schweizer Armee
Dem Stöffel schenke ich symbolisch eine weisse Flagge, damit er auch mal sieht, wie Frieden eigentlich aussehen könnte. Der profilierungssüchtige oberste Grüne der Armee verdiente sich sogar einen Abgesang in Form eines Buches, welches zum Glück im letzten Moment nicht durch den Steuerzahler berappt werden musste. Deshalb erhält Keckeis ein von mir gewidmetes Exemplar dieses Buches, so dass er auch im Ruhestand weiterhin in der Vergangenheit schwelgen kann, wenn er sich nicht gerade vor dem unbekannten Feind verstecken muss. Der ist schliesslich da, und wenn er mal über den Bodensee geschwommen kommt, kann sich Keckeis mit dem Tarnfarben-Tarnumhang, den ich ihm ebenfalls zugehen lasse, in Kreuzlingen aufstellen und dem Unbekannten die lange Nase machen. Als Letztes erhält der Christophe noch einen lieben Gruss in Form einer Kopie meiner Arztrechnung; Kosten, welche ich ohne seinen Verein nicht tragen hätte müssen.
Ingrid Deltenre |
Bisherige und weitere Fernsehdirektorin des Schweizer
Schlafmittels Fernsehens
Frau Deltenre bekommt von mir eine Fernsteuerung ohne Batterien. Dies deshalb, weil man beim Konsumieren des Schnarchprogramms aus Leutschenbach ZH ein Gefühl bekommt, dass es in der Schweiz keine Unterhaltung mehr gibt. Bei den wenigen Highlights im Programm ist man entweder nicht am Gerät oder - wahrscheinlicher - eingeschlafen. Als zusätzliches Geschenk erhält die Ingrid ein paar Gutscheine für Deutschkurse der Migros Klubschule. Urs Gredig hat hier noch enormen Nachholbedarf, was allerdings in Zürich niemanden stört, schliesslich gehört der Akzent dort zum guten Ton. Und last but not least gibts für die Deltenre eine Portion Instant-Mut (Pulver zum Anrühren in lauwarmem Wasser), damit etwas Innovation ins SF-Programm einfliesst. Nicht immer nur Formate kopieren, auch mal etwas wagen oder Erfolgreiches behalten, auch wenns althergedient scheint.
Isabelle Augustin |
Zögerlich eingesetzte
Sperrstundensirene Ansagenstimme der SBB
Isabelle hat letztes Jahr bei loner.twoday.net nicht gerade viel positive Kritik ernten können. Es gab eine Serie, was ich alles an ihr nicht mag und vor Kurzem auch noch was unter dem Titel
Ein Herz für Isabelle, was allerdings nicht grosse Wellen geschlagen hat. Deshalb erhält die Augustin von mir guten Zuspruch, dass sie noch Potenzial nach oben hat. Zudem schenke ich ihr ein Schild mit dem Aufdruck
"Ich bin nicht schuld, die Hörbehinderten wollten es so", denn in den Zügen der SBB klingt ihr Ansagengesäusel schon massiv weniger schlimm als am Bahnhof. Als kleines Extra ein Buch über richtige Intonation an Satzenden und eine Tageskarte des Züricher Verkehrsverbundes ZVV, damit sie noch lange dort rumlungert und nicht auf die Idee kommt, ins Dispras von Bern einzuschlagen.
Das wär die kleine Gabenserie fürs Jahresende gewesen. Möglicherweise kommt etwas wirklich an, es wäre jedenfalls erfreulich. Und morgen das grosse Abschlussfeuerwerk an Abschlussthemen, welche abschliessend den Schluss in diesem Blog definitiv einläuten. Oder kurz: Das Ende bei loner.twoday.net. Mit der Auflösung eines Gewinnspiels, einem Video und einem Jahresrückblick. Toll, was? Und wehe, da schaut niemand rein.